REjute

Wie bereits angekündigt, stelle ich Euch heute das Projekt “REjute” vor. Stefan gewann damit ebenfalls beim Trenntwende Wettbewerb, wo ich ihn auch persönlich traf. Ein tolles Projekt, wie ich finde, denn ich kenne diese Situation zur Genüge: an der Kasse eben vergessen, einen der tausend Stoffbeutel von zuhause mitzunehmen..grrr. Was passiert? Naja, ich kaufe – mal wieder – eine Platiktasche…

Doch erschreckend genug: Ob für Lebensmittel oder Kleidung – durchschnittlich verbraucht ein Europäer 500 Plastiktüten im Jahr. Um diese Flut von Plastikeinkaufstüten zu reduzieren und langfristig komplett aus dem Supermarktsortiment zu verdrängen, entwickelte Stefan Schott die Idee des Pfand-Jutebeutels „REjute“.

Viele von uns greifen im Supermarkt, wie gesagt, nach einer Plastiktüte (ca. 25 Cent), da sie im Vergleich zum umweltfreundlichen Stoff-Jutebeutel (ca. 70 Cent) in der Regel die billigere Alternative ist. Doch das soll sich durch folgendes System ändern: Der REjute Stoffbeutel kostet zwar ebenfalls 70 Cent, kann jedoch beim nächsten Einkauf wieder zurückgegeben werden. Dafür erhält der Kunde 50 Cent zurück. Somit hat er effektiv 20 Cent und damit weniger als für eine herkömmliche Plastiktüte gezahlt, die nach dem Einkauf meist im Müll landet.

Tolle Idee!!! Stefan war so lieb und hat mir auch noch meine vielen Fragen beantwortet:

Wie bist Du auf die Idee gekommen Rejute ins Leben zu rufen?

Die Idee kam mir direkt im Supermarkt. Mir ist aufgefallen dass immer noch sehr viele Menschen zur Plastiktüte greifen anstatt eine eigene Stofftasche mitzubringen oder einen Stoffbeutel zu kaufen. Durch mehrere Befragungen hat sich folgendes Resultat herauskristalisiert. Die Personen haben bereits mehrere Stoffbeuteln zu Hause, haben diesen jedoch vergessen oder es hat sich um einen sogenannten “Spontaneinkauf” gehandelt. Da die Plastiktüte doch sehr viel günstiger als ein Stoffbeutel ist (Plastiktüte ca. 20 Cent, Stoffbeutel ca. 70 Cent) greifen viele Leute dann doch zur Plastiktüte.

Seit wann machst Du das?

Die Idee hatte ich bereits letzen Sommer und nun durch den Trenntwende Wettbewerb eine passende Plattform um sie zu präsentieren.

Was steht als nächstes an?

Derzeit bin ich auf der Suche nach einem passenden Supermarkt (bevorzugt Bio) der Interesse an einem Pilotprojekt hat. Dazu bräuchte ich noch eine lokale Wäscherei die Interesse hat das Projekt zu unterstützen.

Wer kann Dir helfen/ welche Kooperationspartner suchst Du noch?

Zum einen natürlich einen Supermarkt der Interesse hat, das Pilotprojekt mit durchzuführen, zudem eine lokale Wäscherei und nicht zu vergessen einen Investor der das gewisse Startkapital mitbringt, um das Projekt zu realisieren.

Was ist Deine Zukunftsvision, Dein Wunsch für Rejute?

Die Idee ist, dass REjute in möglichst vielen Supermärkten angeboten wird. Den Supermärkten entsteht hierdurch kein Nachteil, da REjute 100% selbstständig funktioniert. Das einzige was benötigt wird ist ein Platz für den REjute Pfand Automaten (ähnlich Pfand Flaschen-Rückgabe) zum Kauf sowie der Rückgabe der Tüten.
Vielen Dank Stefan und viel Erfolg! Wenn Ihr also einen Supermarkt habt und mitmachen wollt, oder jemanden kennt, der jemanden kennt usw., der gerne helfen möchte, dann freuen wir uns über Eure Ideen und Kommentare.
Was haltet Ihr von der Idee?
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